
Nach dem Wasserwechsel am Donnerstag nutzen ein paar von uns die freie Zeit und machen uns auf zur Riffkante, die bei Ebbe relativ problemlos zu erreichen ist. Feste Schuhe sind aber von Vorteil, da überall Seeigel lauern, in die man nicht wirklich reintreten will. Insgesamt sind wir zu zehnt. Es ist Wahnsinn, wie viele Seesterne wir zu sehen bekommen, die ich am Anfang auch noch versuche alle zu fotografieren. Ich gebe es aber später auf, da sonst meine ganze Speicherkarte nur von Seesternen voll ist und das will sich dann wohl eher keiner anschauen, nicht mal ich.
Anderen geht es da ähnlich und so splittet sich unsere Gruppe relativ schnell in zwei Hälften auf. Ansonsten komme ich ja auch nie rechtzeitig bei der Riffkante an, bevor die Flut diese wieder völlig verschluckt. Bei Ebbe sieht der Ozean wirklich wie zweigeteilt aus. Neben den Seesternen bekommen wir auch ein paar kleine Fische, die sich in den Wasserpfützen noch gut bewegen können. Zudem auch hin und wieder mal ein paar kleine Krebse, die sich aber schnell wieder unter den Steinen verstecken, eine Schnecke und einige Seegurken.
Abhängen im Wasserloch und die Einheimischen beim Fischfang beobachten
Während die erste Gruppe schon den Rückweg antritt, ist es noch ein bisschen für mich bis hin zur Riffkante. Nach ein paar Minuten durch das etwas tiefere Wasser, es reicht mir vielleicht bis zur Hüfte, habe ich sie dann aber doch noch erreicht. Schnell ein paar Fotos gemacht und dann trete ich auch den Rückweg an, denn das Wasser kommt schon langsam wieder. Auch wenn ich einen kleinen Seesack dabei habe, damit die Kamera nicht nass wird, möchte ich mir das Schwimmen doch ersparen. Auf dem Rückweg hole ich die Anderen dann noch ein, dass liegt aber eher daran, dass sie sich noch ein bisschen in einem Wasserloch sonnen. Ich gesell mich dazu und mache noch ein bisschen Blödsinn mit den da herumliegenden Seesternen. Jetzt geht es aber wirklich zurück. Wir wollen ja auch nicht das Mittagessen verpassen.
Auf dem Rückweg sehen wir noch zahlreiche Männer und Frauen aber auch Kinder, die die Ebbe nutzen, um fischen zu gehen. Die Fische versuchen sie mit Tüchern, Netzen und Stöcken einzufangen. Zumindest mit dem Stock würde ich bestimmt keinen Fisch fangen. Hätte ich so meine Nahrung fangen müssen, hätte es wohl die ersten Tage schlecht für mich ausgesehen. Der Rest des Tages verläuft dann im gewohnten Muster ab. Abends bewundere ich dann einmal mehr den herrlichen Sonnenuntergang. Der nächste Tag verläuft dann recht ereignislos. Man merkt aber das die meisten, bis auf die üblichen Verdächtigen, noch weniger gut zur Arbeit zu bewegen sind als an anderen Tagen. Gut hier mache ich keinem einen Vorwurf, da auf unserer Arbeit die Freitage auch meist was lockerer waren.
Ohne Moos nichts los – Auf nach Stone Town

Am Samstag steht dann früh morgens der Trip nach Stone Town an. Ich muss mal ein bisschen Geld holen und dies ist nun mal nur in Stone Town möglich. Schon verrückt, dass es sonst auf der ganzen Insel keinen ATM gibt. Ein paar der Volunteers machen sich mit auf den Weg, so dass ich nicht alleine durch die Straßen dann noch ziehen muss. Sada ist so nett und bereit uns morgens schon ein paar Lunchpakete mit, damit wir durch den Tag kommen. Dann starten wir Richtung Dalla Dalla Station.
Zum Glück erwischen wir diesen Tag kein offenes Dalla Dalla, denn auf der Fahrt regnet es gehörig und ich denke mir schon, na da habe ich ja den perfekten Tag für die Tour ausgesucht. Richtung Stone Town wird das Wetter dann aber wieder langsam besser. Dennoch müssen wir durch Wasser überflutete Straßen fahren. Sowas wie Gullydeckel und Kanalisation sucht man hier nämlich vergebens. Aus den Seitenstraßen kommt das Wasser in Sturzbächen auf die Hauptstraße geflossen.
Orientierungslos durch die Straßen, Mädels im Shopping Rausch und lecker Essen
Auch wenn ich schon mal in Stone Town war, ist es nicht wirklich einfach sich hier zu orientieren und so irren wir erst mal, nachdem wir am Wasser waren, wieder zurück zum Bankautomaten. Ich hatte das irgendwie alles ganz anders in Erinnerung. 🙂 Die Mädels, die dabei sind, sind auf jeden Fall schon von Anfang an auf Betriebstemperatur bzgl. Shopping. Dann heißt es sich aber auch irgendwann mal stärken. Wir sitzen in einem ganz coolen Restaurant direkt am Meer. Da es den von mir präferierten Kingfish nicht gibt, steige ich auf Thunfisch um, was auch keine schlechte Wahl ist. Danach heißt es sich wieder ins Getümmel stürzen. Hier entdecken wir z.B. einen Laden, der aus alten Flip Flops Tierfiguren herstellt. Es gibt nichts was es nicht gibt. Zurück geht es dann später mit dem Taxi. Irgendwie sind wir alle von dem Tag geschafft und so heißt es früh ins Bett. Für mich stehen Sonntags auch die ersten beiden Tauchgänge auf Sansibar an und da möchte ich dann auch fit für sein.