Endlich ist es soweit – Die Reise kann beginnen

Der vorerst letzte Tag in Deutschland ist angebrochen und es gibt doch noch einiges zu tun. Von wichtigen Dokumenten ausdrucken, über die letzten Sachen einkaufen und packen bis hin zu noch schnell ein paar Passfotos machen, man weiß ja nie was die beim Visum alles verlangen. Außerdem wollte ich noch ein letzte Mal das Lächeln meiner kleinen Nichte aufsaugen, es wird mir fehlen. Zum Mittag gab es auch noch mal die gute alte Currywurst, die in den nächsten Tagen wohl kaum auf dem Speiseplan stehen wird. An Gepäck ist es doch mehr geworden als ich anfangs gedacht habe und ich werde mich dafür auf der Reise vielleicht noch verfluchen aber wir werden sehen. Ich erinnere mich noch gut an die Worte von einem Berater für meinen Rucksack „Es ist egal wie groß die Tasche ist, wenn man den Platz hat, dann wird der auch meist komplett ausgenutzt“ und er sollte in meinem Fall recht behalten.

Auf zum Flughafen Düsseldorf – Die Reise kann beginnen

Dann geht es los. Julia und Michael, fahren mich netterweise zum Flughafen Düsseldorf. Vielen Dank ihr zwei. Ich habe Euch auf der Reise ja auch immer mit dabei. 😉 Jetzt ist doch auch langsam die Nervosität richtig zu spüren. Im ganzen Vorbereitungsstress und in den Tagen mit der Familie ist das irgendwo in den Hintergrund gerückt. Einen Zweifel an der Reise und ob das alles so richtig ist was ich hier machen gibt es aber nicht. Dafür ist man auch in den letzten Tagen von Familie und Freunden zu sehr bekräftigt worden, dass es genau das Richtige ist was ich da mache. Die erste Etappe ist auch schon hinter mir. Ich bin in Dubai angekommen. Um 6 Uhr schlugen mir beim Verlassen des Flugzeugs 37 Grad entgegen. Wanderschuhe, lange Jeans, T-Shirt und Fleecejacke sind da nicht gerade die beste Kleidung. Jetzt heißt, es erst mal auf den Anschlussflug nach Lusaka zu warten. Ich hoffe, dass dieser genau so angenehm wird, wie der erste Flug, auf dem ich doch sehr viel geschlafen habe. Es gibt eigentlich nur zu berichten, das mein T-Shirt jetzt eine Speisekarte des Menüs an Bord ist und meine Hose Bekanntschaft mit der Sprite meiner Sitznachbarin gemacht hat. 🙂

Ankunft in Lusaka – Sambia

So der zweite Flug ist auch überstanden. Er war ein bisschen unruhiger als der erste Flug, gerade was den Landeanflug anging aber ich habe alles gut überstanden. Ja was kann ich zu dem Flughafen sagen, bei uns würde so was bestimmt nicht als Flughafen durchgehen. Unser Flieger hatte mehr Fassungsvermögen an Passagieren als die restlichen Flieger, die dort gelandet sind. Ich habe auch nicht schlecht gestaunt, also ich fast nur Propellermaschinen gesehen habe. Das soll also der größte Flughafen von Sambia sein, erzählte mir zumindest Taxifahrer. Das Beantragen eines Visums hat dann eine gefühlte Ewigkeit gedauert, da an den Schaltern eine gewisse Gemütlichkeit herrscht und so hat es bestimmt mehr als eine Stunde gedauert, bis ich mein Visum hatte. Klingt jetzt nicht viel aber in Anbetracht der Menge der Leute, wären bei uns einige Menschen schon auf die Barrikaden gegangen bei so einer Wartezeit.

Auf dem Weg in die erste Unterkunft

Mein Taxifahrer musste so auch länger auf mich warten. Was aber kein Problem war und er hat mich freundlich empfangen. Bei der Fahrt habe ich dann gesehen, in was für einer anderen Welt ich gelandet bin. Hier muss ich mir dann morgen aber erst mal einen richtigen Gesamteindruck machen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich nicht selber fahren musste, sonst wäre ich bestimmt nicht angekommen oder erst viel später. Mein Fahrer wollte anscheinend wieder was Zeit rausholen, was drei Sambier fast mit ihrer Gesundheit bezahlt hätten. Die Unterkunft selber ist sehr einfach, was ich aber auch nicht anders erwartet habe. Den ersten Einkauf habe ich auch schon mal hinter mich gebracht und was hinzugelernt. Der Supermarkt hat nämlich keine Dollar akzeptiert und der Tausch von Dollarscheinen mit einem Wert unter 50$ wird hier anscheinend auch nicht gerne gesehen, da hier die Wechselstuben einen niedrigeren Kurs ansetzten. Naja aus der Erfahrung wird man auf jeden Fall schlau. Heute Abend lasse ich den Abend auf jeden Fall erst mal ruhig ausklingen und dann mal schauen, was die nächsten Tage bringen. Fotos reiche ich auf jeden Fall nach.

Bis die Tage und sonnige Grüße,
Ralle

9.804 comments on “Endlich ist es soweit – Die Reise kann beginnen

  1. Hi Onkel Ralph,

    na wie waren die erste Nacht und der erste Tag? Hast du schon Leute kennengelernt? Was hast du spannendes erlebt?

    Wir sind schon ganz neugierig und möchten Bilder sehen!

    Glg
    Klara & Franzi

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