Der Aufenthalt in Lusaka – Erste Impressionen von Afrika

Vor dem Kabwata Cultural Village
Vor dem Kabwata Cultural Village

So die erste Nacht und der erste Tag liegen hinter mir. Der erste Abend war ganz relaxt und ich habe diesem mit zwei Bierchen (Mosi) ausklingen lassen. Im Zimmer hatte ich dann noch ein gutes Gespräch mit Etienne aus Südafrika. Er kann mir vielleicht auch noch für eine Woche Freiwilligenarbeit in Sambia vermitteln, um auch mal das wahre Leben hier in Afrika und Sambia kennenzulernen. Er hat mir erzählt, dass man bei der Arbeit direkt in den Dörfern Arbeit und da auch teilweise ein bis zwei Tage übernachtet. Ich werde ihn auf jeden Fall die nächsten Tage mal kontaktieren.

Der neue Tag startet dann so gegen 8:10 Uhr. Da waren meine beiden Zimmerkollegen schon auf den Beinen. Etienne war sowieso nur eine Nacht hier und für meinen Zimmernachbarn aus Dänemark endete seine Reise heute nach 2 Monaten. Zum Frühstück hatte ich ein nettes Gespräch mit einem Pärchen, wo ich erfahren habe, dass die Reise mit dem Tazara auch 4 statt 2 Tage dauern kann. Ich hoffe mal, ich habe mehr Glück, da mich Paul (mein Guide für Mt. Meru, Kilimanjaro und eine Safari) in Arusha am 26.9 erwartet.

Erkundung von Lusaka  – erster Halt Kabwata Cultural Village

Danach hieß es losziehen und Lusaka ein bisschen erkunden. Eins ist schon mal sicher, Lusaka geht nicht als die schönste Stadt ein, die ich je besucht habe. Was besonders auffällt, dass die Stadt leider sehr dreckig ist, da muss man halt ein bisschen drüber hinweg schauen. Auffällig ist auch, dass hier sehr wenig Touristen unterwegs sind. Ich hatte ja schon vorher gelesen, dass Sambia wenig touristisch ist, aber eine solche geringe Anzahl habe ich nicht erwartet. Das wird sich in Livingstone aber sicher ändern. Jetzt aber zurück zu den Geschehnissen in Lusaka. Zuerst ging es zum Kabwata Cultural Village. Hier bieten aus allen Regionen von Sambia die Leute Handwerkskunst an. Es ist wirklich ein kleines Dorf in der Hauptstadt. Die Leute waren auf jeden Fall sehr freundlich und klar jeder wollte seine Waren präsentieren. Ich bin auf jeden Fall standhaft geblieben. 😉 Hier habe ich auch Chuunga kennengelernt, der aus der Nähe von Livingstone stammt, dazu aber später mehr.

Mal sehen was die Innenstadt so zu bieten hat

Danach ging es Richtung Innenstadt mit einem kurzen Abstecher in das National Museum. Das hatten mir nämlich zwei Italiener aus Como empfohlen, die die Heimat eines Kumpels besuchten. Durch das Museum hat mich ein netter älterer Mann geführt, wobei das Ende der Führung schon was kurios war. Er meinte mir noch zu zeigen, wo ich die Männertoilette finde, den Souvenirshop und noch andere Dinge, die jetzt nicht wirklich in eine Führung passten. Dennoch habe ich vorher einiges über die Geschichte Sambias gelernt.

Das Spektakulärste an der Innenstadt war der Weg dorthin. Dieser führte vorbei an Blechhütten, die als Verkaufsstände und vielleicht auch als Wohnung dienen. Der Busbahnhof, von dem ich am Montag auch nach Livingstone fahre, glich eher einem Basar. Hier wurde nicht um die Gunst der Passagiere gerungen, sondern es wird auch jede Menge Zeug verkauft von Souvenirs über Essen und und und. Abends haben ich dann mit Anna (aus Köln, jetzt in Innsbruck), Cal und einem anderen Londoner zusammengesessen (Name ist mir leider entfallen). Mittlerweile ist er mir wieder eingefallen, Adam, hieß der Gute. Wir haben dann bei etwas zu essen und einem Bierchen noch ein bisschen gequatscht, bis ich dann gegen 0 Uhr müde, ins Bett gefallen bin.

Erneuter Besuch im Kabwata Village

Traditionelle Tänze im Kabwate Cultural Village
Traditionelle Tänze im Kabwate Cultural Village

Der nächste Tag startet dann mit einem Buch am Pool. Erst mal entspannt in den Tag starten. Dabei habe ich mit dann auch den ersten kleinen Sonnenbrand zugezogen. Ich glaube, ich hatte auch noch nicht erwähnt, dass Sambia zur Zeit noch die Stromnetze und Stromversorgung testet, sprich zu einer gewissen Zeit, in Lusaka von 8 bis 16 Uhr, gibt es keinen Strom, wenn das nicht mal Abenteuer ist. Doch den größten Teil der Zeit bin ich eh nicht im Hostel und somit auch nicht unbedingt auch Strom angewiesen.

Afrikanische Tänze – Ein bisschen Tradition mitnehmen

Nach der Leseeinheit bin ich dann mit Anna um die Mittagszeit noch mal zum Kabwata Village, weil dort einheimische Tänze aufgeführt wurden. Vorher ging es aber noch mal die Shops durch und beim Shop von Chuunga habe ich dann zugeschlagen und bin jetzt stolzer Besitzer einer alten Maske und einem Einheitssymbol aus Stein gemacht. Chuunga hat mir auch seine Kontaktdaten gegeben, und wenn es sich zeitlich ergibt, werde ich ihn mal in seinem Dorf besuchen.

Mittlerweile war es dann auch schon 14 Uhr und die Tänze hätten schon seit einer Stunde im vollen Gange sein sollen, doch die Vorbereitungen waren noch nicht abgeschlossen. Uns wurde aber versicherte, dass es in 20 Minuten losgeht. Es war eine echt tolle Erfahrung, wobei ich echt mit ein bisschen mehr Aktion gerechnet hätte. Anna hatte das Glück mit Babypuder im Gesicht völlig beschmiert zu werden und mit zu tanzen. Vor dem Tanz der Männer sind wir leider gegangen, sodass ich nicht in den Genuss gekommen bin mitzutanzen. 😀 Hier war aber auch wieder auffällig, dass wir die einzigen Weißen waren.

Abends haben ich noch mit Anna und ein paar Schotten zusammengesessen, die an Tag angekommen sind. Im Hostel ist sowieso sehr viel Durchgangsverkehr. Die meisten Leute bleiben hier für ein oder zwei Tage, selten länger. Das Abendessen bestand dann aus Rührei mit Kartoffeln und einem Gemüsemix, sehr lecker auch wenn nicht typisch afrikanisch. Jetzt bin ich noch einen Tag hier und dann geht es morgen früh ab nach Livingstone.

9.851 comments on “Der Aufenthalt in Lusaka – Erste Impressionen von Afrika

  1. Lieber Ralph,

    durch deine Oma habe ich von dieser Reise gehört und bin total beeindruckt.
    Werde mit großem Interesse deine Eintragungen verfolgen. Ich freue mich richtig darauf.
    Wenn du Lust hast, melde ich mich gelegentlich.
    Jetzt erst mal weiterhin mit aller Kraft voraus ! Du hast dir etwas Tolles vorgenommen. Mögest du gesund und bereichert durch diese Reise gehen. Und natürlich wünsche ich dir das nötige Quäntchen Glück, dass man immer braucht.
    Es grüßt dich herzlich

    die Tante

  2. Hallo Ralph, sorry, dass ich mich erst jetzt melde. Alles alles Gute für Deine grosse Reise und Weltentdeckungstour:)
    Lass es Dir gut gehen und habe viele interessante Begegnungen.
    Fliege am 04.10. von Frankfurt nach Arusha- alles Weitere per mail:) Freue mich sehr, wenn wir uns in der Ferne sehen können!
    Bis dahin verfolge ich mit Spannung Deine Beiträge!
    LG Anne

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