Viva la Panama – Ankunft in Mittelamerika (04.12-06.12.2015)

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Casco ViejoAm 4. Dezember lande ich in Panama City, meiner ersten Station in Mittelamerika. Vom Flughafen geht es mit zwei Jungs aus Oberfranken in Richtung Albrook mit dem Taxi. Von da geht es mit der Metro weiter. Auf dem Weg zu der Haltestelle sehen wir die alten Schulbusse aus Amerika, deren Sound ein jedes Männerherz höher schlagen lässt. Nachteil an den Dingern ist aber leider auch, dass man die Natur sterben sieht, wenn die zwei großen Auspuffrohre die Abgase ausstoßen. Für nur wenige Cent kommen wir dann bis zur Cinco de Mayo Station. Von hier geht es zu Fuß weiter ins Casco Viejo (Span. für Altstadt). Auf dem Weg kommen wir auch durch den Fischmarkt und siehe da, hier wird der Fisch trotz seiner Frische tatsächlich gekühlt. 🙂 Bin ich aus meinem Trip durch Afrika und auch auf einer früheren Reise durch Mexiko anders gewohnt gewesen. Dank der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sind meine Klamotten schon nach wenigen Meter durchgeschwitzt. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich die Sachen aus Deutschland anhatte und lange Hose und Pullover waren nicht wirklich die optimale Kleidung. In Casco Viejo liegt auch meine erste Unterkunft. Doch vorher gehe ich mit den beiden Jungs noch Frühstücken bevor sich unsere Wege erst mal trennen. Wir wollen uns aber später noch treffen, um noch zum Panama Kanal zu treffen. Ich mach mich auf zum Magnolia Inn, meiner ersten Unterkunft. Der Weg dorthin ist nicht mehr weiter, aber er gibt schon einen schönen Eindruck von der Schönheit dieses Viertels. Nicht zu Unrecht gehört diese zu den UNESCO-Kulturerben. Das Land ist aber immer noch dabei einige der schönen alten Bauten zu restaurieren und renovieren. Das Magnolia Inn ist auf jeden Fall die richtige Wahl. Tolles Gebäude, super Zimmer, morgens bei schönem Wetter Frühstück auf dem Balkon und die Mitarbeiter superfreundlich und hilfsbereit. So verwundert es nicht, dass ich hier nach meinen späteren Ausflügen nach San Blas und in den Darien hier immer wieder zurückgekehrt bin, bevor ich Panama City dann verlassen habe. Aber soweit sind wir ja noch nicht, ich bin ja gerade erst angekommen.

Ich bei der Minaflores SchleuseSpäter treffe ich dann die beiden Jungs vom Flughafen und wir machen uns mit dem Taxi auf zu den Minaflores Schleusen und somit zum Panama Kanal. 14.300 Schiffe durchqueren dieses 82km langen von Menschen geschaffenen Kanal jährlich. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen und trotz alledem, dass wir die Schleuse in Aktion gesehen haben, ist dies eine ruhiger Veranstaltung. Sollte man aber trotzdem gemacht haben, wenn man schon mal in Panama ist. 15$ Eintritt fanden wir trotzdem etwas überzogen. Naja, dann konnten wir uns auch noch ein 5$ Bier auf der Terrasse an der Schleuse gönnen. Von hier geht es zurück nach Casco Viejo und die Suche nach einer schönen Bar, um hier noch mit dem ein oder anderen Gerstensaft die Kehle zu befeuchten. Auf dem Kirchplatz gibt es dann schon mal einen Vorgeschmack für Weihnachten. Dann trennen sich unsere Wege, zumindest für heute.

Ich bei den Ruinen von Panama ViejoAm nächsten Tag erkunde ich erst mal die komplette Umgebung, wozu ich bisher noch keine Zeit hatte. Auch auf dem zweiten Blick bleibt das Viertel wirklich schön. Es geht durch kleine Gässchen vorbei an alten schönen Häusern und über einen Markt. Hier dürfen natürlich die Panama-Hüte nicht fehlen. Ich kann der Versuchung aber widerstehen und bringe keinen mit nach Deutschland. Interessante Randnotiz, der Panamahut stammt ursprünglich gar nicht aus Panama, sondern aus Ecuador. Das die Ecuadorianer über die Namensgebung nicht besonders erfreut sein dürften, ist wohl verständlich. Nach der Erkundung geht es dann nach Panama Viejo. Hier findet man Ruinen der ältesten spanischen Stadtgründung an der Pazifikküste. Klingt spannend ist es aber nicht wirklich. Ich hätte die Zeit und das Geld lieber anderes investiert und so „renne“ ich schnell durch die Ruinen auch weil die Sehenswürdigkeit nicht mehr allzu lange aufhatte. Die Zeit hat aber gereicht und mit mehr Zeit wäre ich wohl auch nicht länger dort geblieben. Auf dem Rückweg mache ich noch schöne Bilder von der Skyline von Panama City, die wirklich beeindruckend ist. Abends treffe ich dann die Oberfranken wieder und wir machen uns einen schönen Abend im La Rand Dorado (der goldene Frosch), eine kleine gemütliche Brauerei. Absolut empfehlenswert und für Bierliebhaber ein Muss, meiner Meinung nach. Das war auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass ich hier eingekehrt bin. Dann geht es weiter auf eine Rooftop Bar. Die Preise waren human und die Aussicht konnte sich auch sehen lassen. Bei einem Bierchen erzählen mir die beiden von ihrem Ausflug in den Parque Natural Metropolitano de Panamá. Ein riesiger Park (265 Hektar) mitten in der Stadt, dessen Besuch dann jetzt auf jeden Fall auf meiner Liste stand. Das war der letzte Abend mit den beiden, denn für sie ging es weiter nach Santa Catalina, während ich noch was weiter in Panama City und Umgebung blieb.

Ausblick auf Panama City vom Ancon HillBevor es in den Stadtpark ging, habe ich aber noch einen Abstecher zum Ancon Hill. Von hier oben hatte ich einen wirklich wundervollen Ausblick auf die City und die Puente de las Américas. Außerdem konnte man hier mal dem Alltagsstress der großen City entfliehen. Im Ballungsraum der Stadt leben immerhin 1,2 Millionen Menschen, und wenn mal überlegt, dass nur 3,3 Millionen Menschen in gesamt Panama leben, ist das schon Wahnsinn. Zum Vergleich, Sansibar, mein letztes Reiseland, hatte nur 1,15 Millionen Einwohner. An das Stadtleben musste ich mich auf jeden Fall erst wieder gewöhnen. Danach ging es dann endlich in den Parque Natural Metropolitano de Panamá. Hier treffe ich alt bekannte Freunde, diesmal aber Süßwasserschildkröten (Rotwangenschmuckschildkröte genau genommen).Schon beeindruckend so eine Dschungellandschaft in der Stadt zu haben. Auf dem Weg weiter durch den Park, sehe ich dann irgendwann viele kleine Blätter auf dem Boden, aber halt die Blätter bewegen sich ja. Eine riesige Blattschneiderameisen-Straße kreuzt meinen Weg. Sehr cool, wie ich fand. Dann raschelt es rechts von mir und dieses Rascheln wird immer mehr. Dann sehe ich sie, rechts von mir sind ein paar Geoffroy-Perückenaffen. Brüllaffen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Außerdem bietet der Park wie der Ancon Hill einen schönen Blick auf die Stadt. Die beiden Oberfranken haben auf jeden Fall nicht zu viel versprochen und es war ein lohnenswerter Ausflug. Den Tag lass ich am Wasser ausklingen und schieße noch ein paar BildeIMG_5040r von der Skyline bei Nacht. Am nächsten Tag geht es in einen weiteren Nationalpark und mit dem Boot raus auf den Panamakanal, meine Erste von drei Touren, die ich über Rainald von Yala Tours gebucht habe. Ein bisschen verplant ist der Gute schon, aber er hat ungeheures Wissen, was er vermitteln kann. Ich habe es nicht bereut.

Dazu aber mehr beim nächsten Mal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *