Die Unterwasserwelt von Sansibar

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Ich möchte Euch vorne weg erst mal ein frohes neues Jahr wünschen. Ich hoffe, es sind alle gut reingekommen ins Jahr 2016 und habt viel Spaß gehabt Silvester.

Außerdem möchte hier jetzt nicht auf jeden einzelnen Tauchgang eingehen, sondern Euch eine Zusammenfassung meiner acht Tauchgänge geben. Die ersten Tauchgänge sind in einem lokalen Spott und ich mache sie zusammen mit meinem Zimmerkollegen Max. Die Tauchschule (Diving Poseidon), die ich mir ausgesucht habe, wird von Österreichern geführt und im Internet wurde sie sehr gut bewertet. Ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht und für 390$ (Tauchgänge, Equipment, Snacks und Eintritt für Nationalparks) war es ein echt super Preis/Leistungsverhältnis. Hier auf Sansibar bekommt man eher die kleineren Fische zu sehen, wenn es nicht gerade die Saison für Walhai ist, die leider außerhalb meines Aufenthalts lag. Dennoch bekommt man eine Vielzahl vieler kleiner netter Fische zu sehen, wie den Picassofischen, Papageifischen, Skorpionfisch, Drachenkopf, Trompetenfisch, Blaupunktrochen uvm. (Einiges ist mir noch von meinen Taucherlebnissen auf Mauritius bekannt)  Die Unterwasserlandschaft hat ebenfalls einiges zu bieten. Schöne Korallenriffe in den verschiedensten Farben und Formationen, Muscheln und Seefächer. Da ich fast ein Jahr nicht mehr getaucht war, musste ich mich aber erst mal wieder an die Gegebenheiten unter Wasser und den Druckausgleich gewöhnen. Spätestens nach dem ersten Tauchgang hatte ich meine Sicherheit wieder. Nur die Seekrankheit hatte ein bisschen zugeschlagen. Die Fische haben sich gefreut. 😉 So kam ich zu dem Entschluss, bei den nächsten Tauchgängen vielleicht vorher besser eine Reisetablette zunehmen.

Man muss schon genau hinschauen, um den Fisch zu sehen
Man muss schon genau hinschauen, um den Fisch zu sehen

Mein absolutes Highlight war dann mit dem dritten Tauchgang verbunden. Hier habe ich mein erstes und bisher auch einziges Seepferdchen gesehen. Diese sind wirklich schwer auszumachen und man muss ein bisschen Glück haben. Von dieser Euphoriewelle vielleicht noch ein bisschen getragen wurde ich auf dem Boot dann leider etwas leichtsinnig. Ich hielt mich am Boot mit meiner rechten Hand fest, in der ich auch meine Gopro hielt. Ein Fehler, ein großer Fehler wie sich rausstellte, da ich sie nicht irgendwie mit einem Stick an meinem Arm gesichert hatte. Eine Welle erfasste unsere Boot, ich schlug mit meiner rechten Hand gegen den Pfeiler, an dem ich ein bisschen festhielt und die Gopro ging über Bord. Der Versuch unseres Tauchinstruktors ihr hinterher ins Wasser zu folgen und sie noch zu retten blieben leider erfolglos. Der Indische Ozean ist jetzt Besitzer einer relativ neuen GoproHero 4. Echt ärgerlich, da es nicht nur der Verlust einer teuren Kamera bedeutet, sondern auch der Verlust von Bildern, die ich teilweise zuvor gemacht habe. So war ich beim vierten Tauchgang, zwar so bei der Sache, dass ich keine Fehler machte, aber irgendwie waren meine Gedanken auch immer bei meiner eigenen Dummheit und den Verlust der Kamera.

Die letzten vier Tauchgänge gehörten dann den Inseln Nmeba und Tumbatu. Zwei Tauchgänge, die man auf Sansibar auf jeden Fall gemacht haben sollte. Ich muss für meinen Teil sagen, dass mir Tumbatu besser gefallen hat, obwohl so viele von Nmeba schwärmen. Markus, einer der Taucher, war dann so nett und hat mir seine Videos zur Verfügung gestellt, damit ich wenigstens so ein paar Erinnerungen an die Tauchgänge habe. Auch sonst habe ich mich mit Markus echt gut verstanden und so war ich auch mal mit dem Berliner abends essen. Die Tauchgänge haben gerade bei Tumbatu noch mal eine tolle Landschaft gezeigt und ich habe neben den Schildkröten, die ich ja sowieso täglich gesehen habe, auch mal zwei größere Schildkröten in ihrer natürlichen Umgebung gesehen. Es ist schon beeindruckend, wie spielend leicht, sich diese Tiere im Wasser bewegen. Im ersten Moment denkt man, dass es kein Problem seiihnen zu folgen, bis man dann ziemlich schnell das Gegenteil einsehen muss. Auch ein Highlight war ein riesiger Schwarm von Fledermausfischen, die in einer Kolonie von ca. 50 Stück vor uns auftauchten.

Auch wenn hier nur die kleinen Fische bei den Tauchgängen dabei waren, hat es sich sehr gelohnt. Die Landschaft war einfach sehr schön und endlich mal ein Seepferdchen und auch die Schildkröten in freier Wildbahn, zumindest für kurze Zeit zu beobachten war allein schon das Geld für die Tauchgänge wert. Die nächsten Tauchgänge werde hoffentlich ein ähnliches Erlebnis.

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