Soberania National Park und auf dem Kanal mit den großen Schiffen (08.12.2015)

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Asche auf mein Haupt, das ich solange jetzt nichts mehr geschrieben habe aber irgendwie weiß ich auch nicht, wo die Zeit geblieben ist. Irgendwas war immer, doch jetzt habe ich mal wieder etwas Zeit gefunden und kann Euch einen neuen Artikel präsentieren.

Sonne fällt auf Weg vom Soberania National ParkErstes Ziel meines Ausfluges ist der Soberania National Park. Dieser liegt ca. eine halbe Stunde von meinem Hostel entfernt in der Nähe des Panama Kanals. Ich hatte die Tour über Rainald gebucht, doch will man nur den Park alleine machen, bietet es sich an dort mit dem Taxi oder Mietwagen hinzufahren und den Park auf eigene Faust zu erkunden. Für den Park, sollte man nicht unbedingt auf einen Turm steigen, muss man nichts bezahlen. Rainald empfiehlt es nicht besonders, für den Bereich Geld auszugeben. Wir stellen auf jeden Fall unsere Auto irgendwann ab, nachdem wir alte Checkpoints passiert haben. Die Natur hat sich so einiges zurückgeholt, was der Mensch zurückgelassen und um das er sich dann nicht mehr gekümmert hat. Ab hier geht es dann zu Fuß weiter. Mit dem nötigsten bepackt machen wir uns auf dem Weg. Von möglichen 17km gehen wir aber nur ca. 5km an, da es sonst eine Tagestour durch den Park bedeutete hätte. Schließlich wollten wir später ja noch mit einem Bötchen raus auf den Panama Kanal. Die Strecke hat aber auch gereicht um sich einen schönen Eindruck von dem Nationalpark machen zu können. Im Gegensatz zum Beispiel zum Mt. Meru ist der Dschungeltrail hier aber sehr weit und man muss sich nicht durch die Botanik kämpfen. Rainald glänzt mit seinem unglaublichen Wissen, keine Ahnung, wo er sich das alles angeeignet hat, aber meines Erachtens passt er genau hier hin. Ein bisschen verträumt, in den Tag reinlebend und den Leuten sein Wissen vermitteln. Er hat sich gut an das Land angepasst und auch wenn ich eigentlich schon immer sehr gelassen bin, ein Stückchen mehr von seiner Ruhe hätte ich mir auch noch gewünscht. Auf dem Weg sehen wir einen schönen Tukan oben in den Baumwipfeln sitzen und viele schöne Schmetterlinge und das Licht, das sich durch die Bäume kämpft, lassen den Weg herrlich erstrahlen und bietet ein wunderbares Panorama. Am Wegesrand erstrahlen im Knalligem rot auch die „hot lips“ Blume, die ihren Namen dank ihres Aussehens hat. Sie sieht wie ein voller, mit rotem Lippenstift angemalter, Kussmund aus. Wenig später auf dem Weg, kurz bevor wir umkehren, sehen wir dann noch eine Horde Affen. Irgendwie habe ich schon so viele gesehen, aber ich bin noch nicht müde von ihnen und es macht immer noch Spaß sie vor der Linse zu haben und sie zu fotografieren. Einer der Kapuzineraffen präsentiert mir stolz seine Hoden, was mir jetzt beim Durchgehen der Bilder erst auffällt. 🙂 Außerdem dürfen die Brüllaffen natürlich nicht fehlen. Die schön auch mal nur an ihren Schwanz abhängen. Ich glaube, ich hatte das schon mal erwähnt, also wenn ich mich wiederhole, bitte verzeiht mir, aber den Schwanz zum Klettern und für das Gleichgewicht einzusetzen können nur die Neuweltaffen. Dann geht es zurück und Richtung Panamakanal.

Frachter auf dem PanamakanalEs heißt den großen Schiffen ganz nah sein und das finde ich dann wieder richtig cool, war ich vielleicht ein bisschen von der Schleuse enttäuscht, auch wenn das sicher eine tolle Erfahrung war, wenn man sich die ganzen Relationen mal so vorstellt. Mit dem kleinen Boot vorbei an den riesigen Schiffen, so wird einem noch mal richtig die Dimension der Frachtschiffe klar. Ich komme mir in diesem Moment in dem Boot sitzend so klein vor. Schon beeindruckend, was hier geleistet wurde, damit die Schiffe diese Passage durchfahren können und somit sich sehr viel Zeit sparen. Im Hinterkopf sollte man natürlich auch behalten, dass es ein riesiger Eingriff in die Wege der Natur ist. Was man davon hält, sollte sich dann jeder selbst sein Urteil bilden. Nachdem wir ein bisschen von den Wellen der großen Schiffe durchgeschüttelt wurden, Seekrankheit war hier aber kein Problem, geht es ein bisschen ruhiger in den Seitenarmen des Panamakanals weiter. Hier geht es durch teils kleine Seitenarme und wir genießen das Ganze grün um uns und ich kann zwei drei tolle Schnappschüsse von Kapuzineraffen und Leguanen machen. Ehe wir wieder den Rückweg antreten. Zurück zu den großen Pötten und wir haben auchKapuzineraffe liegt auf einem Ast Glück, dass wir mal die Panama Canal Railway voll beladen an uns vorbeifahren sehen. Dann sind wir auch wieder an der Anlegestelle und der Tag nimmt ein ruhiges Ende. Denn anderes als geplant, geht es für mich schon am nächsten Tag nach San Blas. Damit alles passt mit der Reise zum Darien. Passt mir aber auch ganz gut, da ich dann mit Eliane und ihrem Freund/Mann, die Reise machen kann. Mit beiden hatte ich schon die heutige Tour gemacht und fand beide sehr sympathisch.

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