Sansibar – Letzte Etappe meiner Afrikareise (19.10-22.10.2015)

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten
Paul und ich beim letzten Kakao zusammen
Paul und ich beim letzten Kakao zusammen

Die Taschen sind gepackt und ich bin startklar. Heute geht es zu meiner letzten Station meines Afrikatrips. Paul begleitet mich noch mit dem Dalla Dalla in die Innenstadt. Das erste Mal mit Sack und Pack in die Kleinbusse, wo sich die Massen drängen. Ich bekomme im Gegensatz zu Paul keinen Sitzplatz und dieses Dalla Dalla scheint im Vergleich zu anderen irgendwie niedriger zu sein. Dreiviertel der Fahrt muss ich zumindest gebückt fahren, bis ich endlich einen Sitzplatz ergattern kann.

Erste Station ist das Office der Schifffahrtgesellschaften, um mir ein Ticket für die Überfahrt zu besorgen. Economy und Business Class kosten aus irgendeinem Grund das Gleiche, also wird natürlich die bessere Klasse gebucht, was es mir dann auch ermöglicht mich freier auf dem Boot zu bewegen, obwohl das nachher anscheinend eh keinen mehr so richtig interessiert. Da ich noch was Zeit habe, gehe ich mit Paul noch einen letzten Kakao trinken. Zurück in der Wartehalle der Schifffahrtgesellschaft, trennen sich dann die Wege von Paul und mir. Es waren tolle Tage und er hat mir viel gezeigt. Ich bin ihm echt dankbar und kann jedem nur ans Herz legen, sich bei einem Aufenthalt in Arusha, mal mit Paul in Verbindung zu setzen. Vielleicht hat er ja auch ein oder zwei Touren im Angebot, die Euch reizen.

Leinen los! Mit der Fähre nach Sansibar

Gegen 12:30 Uhr legt dann die Fähre ab und ich lasse Tansania hinter mir. Vom Schiff aus hat man noch mal einen guten Blick auf den Hafen und Dar es Salaam, ein würdiger Abschluss. Mit Sansibar wird ein neues Kapitel auch landschaftlich aufgeschlagen. Hatte ich in Sambia eher Flachland, waren es in Tansania die Berge, die dominierten. Jetzt stehen Sonne, Meer und Strand im Mittelpunkt. Ich denke mehr Abwechslung geht nicht. Auf dem Weg zur Insel kommen uns sehr viele der traditionellen Schiffe (Dhau) entgegen, die hier immer noch sehr oft eingesetzt werden, sei es für Fischfang oder Ausflüge mit Touristen. Nach etwas weniger als 2h begrüßt mich mit großen roten Buchstaben Stone Town, mit einem Karibu Zanzibar (Willkommen auf Sansibar).

Der erste Part ist schon mal geschafft. Jetzt heißt es noch 2h mit dem Taxi weiter nach Jambiani. Ich hatte mir auf der Fähre schon eins organisiert und trotzdem musste ich noch mal in harte Preisverhandlungen gehen, um letztendlich für 25$ anstatt für 50$ die Reise anzutreten. Zugegeben für die Verhältnisse hier sicher teuer, da mal für knapp 1$ die gleiche Strecke mit dem Dalla Dalla zurücklegen könnte. Allerdings bin ich froh alleine im Taxi zu sitzen und mich nicht mit meinen Sachen noch mehr als 2h in den Kleinbus zu drängen.

Ankunft in Michamwi - Tolles Hostel, unglaublich schöner Strand

Ich komme im Sagando Hostel in Michamwi unter und ich kann es kaum glauben, dass diese schöne Unterkunft nur 15$ pro Nacht inkl. Frühstück kostet. Hier kommt mir sicher auch ein bisschen die Nebensaison zugute. Außerdem stehen am 25.10 in Tansania und Sansibar Wahlen an, was sicher auch einige der Touristen abhält in diesem Zeitraum das Land zu besuchen. Mir war das vorher nicht wirklich bewusst und ich lasse das Ganze einfach auf mich zukommen. Der Ozean ist nur 3-4 Minuten vom Hostel entfernt und ich nutze direkt die erste Gelegenheit mich ins Wasser zu stürzen. Danach schaue ich mir noch den wunderschönen Sonnenuntergang am Meer an. Hier passt wirklich alles.

Dhaus fahren in den Sonnenuntergang
Dhaus fahren in den Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen geht es dann für raus aus den Federn und auf zum Strand eine Runde joggen und danach im Meer abkühlen, bevor es Frühstück gibt. Eine Obstplatte nur für mich und etwas Toast versüßen den Morgen. Nach dem Frühstück schnappe ich mir die Kamera etwas Wasser und auf geht es den Strand ein bisschen zu erkunden. Links runter geht es Richtung eines Mangroven-Gebietes. Das Wasser ist heute aber leicht höher im Vergleich zu Vortag, sodass ich manche Stellen nicht passieren kann. Auf dem Weg treffe ich einen Einsiedlerkrebs, der sich versucht sich vor mir zu verstecken. Mit etwas Geduld bekomme ich ihn trotzdem vor die Linse. 🙂

Auf dem Rückweg werde ich dann von Kindern angesprochen. Unschön finde ich, dass sie nach Geld fragen, was sie von mir aber nicht bekommen. Einer der Jungs bleibt hartnäckig und folgt mir im Prinzip die ganze Zeit. Irgendwann werde ich dann doch weich und kaufe ihm zumindest eine Flasche Wasser, womit er sicher sinnvoller bedient ist. Der Strand rechtsherum hat dann nicht mehr so viel zu bieten und es geht zurück ins Hostel, wo ich erst mal ein bisschen relaxe und was lese. Abends muss dann natürlich wieder ein Sonnenuntergang her. Heute vielleicht noch mal schöner als der am Vortag und ich erwische ein paar Dhaus, wie sie in den Sonnenuntergang fahren. Ein beeindruckender Anblick.

Auf nach Stone Town - Der etwas andere Geburtstag

Judith und ich, die ich auf dem Markt getroffen habe
Judith und ich, die ich auf dem Markt getroffen habe

Guten Morgen neuer Tag. Heute ist mein Tag, heute ist mein Geburtstag. Es ist schon ein komisches Gefühl, das erste Mal so weit Weg von zu Hause. Keine Familie, keine Freunde, niemand der Dich kennt um einen herum. Im Hostel ist es auch gerade wirklich ruhig, also lautet mein Plan Stone Town zu besuchen. Nach dem Frühstück geht es los mit dem Dalla Dalla los. Hier ist meine erste Anlaufstelle der Markt, der wirklich riesig ist. Beginnend mit dem Fischmarkt, auf dem ich Riffhaie, Thunfisch, Octopus, Dorade und vieles mehr sehe, geht es weiter zum Fleischmarkt. Hier hängen Fleischstücke von der Kuh und von Ziegen, ungekühlt. Gleiches Bild war auch schon beim Fisch zu sehen. Etwas was bei uns unvorstellbar wäre. Gut zumindest der Fisch ist hier auf Sansibar täglich frisch. Der Hühnermarkt ist vom Fleischmarkt separiert. Im Gegensatz zu den Kühen und Ziegen leben die Hühner auch noch alle. Als letzte Station steure ich noch einen kleinen Teil des Gewürzmarkts an.

Der alte Sklavenmarkt, alter Sultanspalast und das House of Wonders

Danach geht es durch die kleinen verwinkelten Gassen, in den man schnell mal die Orientierung verliert, Richtung Hafen. Von dort geht es zum alten Sklavenmarkt. Eine beeindruckende Gedenkstätte. Sie führt mich zuerst in zwei Räume, wo die Sklaven früher gelagert wurden, bevor sie dann zu ihrem Bestimmungsort verschifft wurden. Ein paar Ketten, wie sie damals verwendet wurden und die Enge der Räume lässt einen ungefähr vorstellen, wie es den Insassen hier ergangen sein muss. Ein dunkles Kapitel dieses Kontinents. Wieder draußen angekommen geht es zu einem sehr berühmten Denkmal. Hier sind in einem Loch 5 Sklavenkörper aus Stein mit Ketten verbunden. Zu der Besichtigung gehört auch die anglikanische Kirche. Diese wurde auf dem Platz, wo die Sklaven angeboten wurden, gesetzt. Der Alter steht an dem Ort, wo die Sklaven an einen Baum gebunden wurden.

Danach geht es zurück in die kleinen Gässchen. Diese sind mit kleinen Fähnchen geschmückt bzgl. der Wahlen. Nächstes Ziel ist das alte Fort, welches heutzutage als Marktplatz genutzt wird und abends als Schauplatz von Musikaufführungen dient. Dann geht es in den alten Palast, wo die Sultane früher regiert haben. Jetzt dient der Palast nur noch als Museum. Hier wurde auch der kürzeste Krieg angezettelt, der nur wenige Minuten dauerte, als die Briten vom Meer aus die Insel unter Beschuss nahmen. Nach einem kurzen Besuch im alten Krankenhaus und im House of Wonders, heißt es den Rückweg antreten. Das House of Wonders heißt übrigens so, da es das erste Haus war, dass in ganz Ostafrika Strom und fließend Wasser.

Mitten in einer Wahlveranstaltung und Kurztrip nach Jambiani

Auf dem Weg zur DallaDalla Station komme ich noch an einer Wahlveranstaltung vorbei. Ein Guide, mit dem ich unterwegs bin, ermöglicht es mir, mich mitten in die Veranstaltung zu stellen und davon Fotos zu machen. Alles gar kein Problem und echt eine Erfahrung, die man auch nicht alle Tage macht. Den Abend gönne ich mir dann neben dem Essen zwei Cocktails zur Feier des Tages. Wobei ich mir nicht sicher bin, wie viel antialkoholische Getränke mit eingeflossen sind. Es können aber auf jeden Fall nicht viel gewesen sein. 🙂 Die Mischungen waren auf jeden Fall sehr stark. Dann gehe ich müde ins Bett. Das war der etwas andere Geburtstag.

Was für ein Ausblick vom Restaurant aus
Was für ein Ausblick vom Restaurant aus

Am nächsten Tag wird noch ein bisschen Fotoshooting vom Hostel gemacht, bevor die nächste Station auf mich wartet. Es geht nach Jambiani, ein Ort, den mir Ani empfohlen hat. Vielen Dank noch mal für den super Tipp. Ich beziehe mein Quartier und bereue eigentlich schon in den ersten Minuten, dass ich nur einen Tag hier verbringen werde, bevor es dann zu den Schildkröten geht. Der Strand ist einfach nur wie aus dem Bilderbuch und das Meer strahlt in einem Türkis. Es ist gerade Flut und so tollen sich die einheimischen Kinder im Wasser.

Nach dem ich mir einen ersten Eindruck vom Strand gemacht habe gehe ich die Stadt erkunden. Durch die Straßen fährt ein LKW, der mit großen Boxen auf der Ladefläche und lauter Musik ausgestattet ist. Eine Herde Kinder tanzend, springend und laufend im Schlepptau. Könnte auch die moderne Version vom Rattenfänger sein. 🙂 Es scheint aber noch mal eine Werbeaktion vor den Wahlen. An einem Markt treffe ich einen einheimischen Jungen, mit dem ich ein bisschen quatsche und von dem ich auch eine Kokosnuss spendiert bekomme. Nach 20-30 Minuten mache ich mich wieder auf den Weg und es kommt eine Horde von gelb gekleideten Menschen mir entgegen. Das sind definitiv Leute der CCM, die noch mal letzte Wählerstimmen für sich gewinnen wollen. Teilweise durch das Dorf aber auch ein bisschen entlang des Strands geht es zurück Richtung Hotel.

Frisbee am Strand, letzte Infos zum Schildkrötenprojekt und den Abend mit ein paar Bierchen genießen

Die Ebbe holt langsam das Meer zurück und ich spiele mit 2 Polen und Killi aus Dänemark am Strand noch ein bisschen Frisbee. Eigentlich wollte ich mit den Jungs + Christian, ein Deutscher, der auch im Hotel ist zur Happy Hour im Blue Reef aber dann kam das Treffen mit Josh von World Unite dazwischen. Hier erfahre ich die ersten Details über meine Arbeit im Schildkrötenprojekt. Danach genieße ich ein bisschen den Sonnenuntergang. Mittlerweile sind die anderen auch zurück vom Blue Reef und wir können uns noch ein paar Bierchen an der Hotelbar, eh wir noch Richtung Coral Rock weiterziehen. Laut Killikann man hier gut Party machen. Als wir jedoch ankommen, ist alles dunkel. Die Sonne färbt den Himmel in einem schönen rot und orange. Das Frühstück nehme ich dann auf der Terrasse ein, von der man einen wunderschönen Ausblick aufs Meer hat. Ich nutze auch noch mal die Gelegenheit ins Wasser zu springen, bevor es um 14 Uhr dann nach Nungwi geht. Es wird Zeit sich um die Schildkröten zu kümmern. Dazu komme ich dann aber später.

4.710 comments on “Sansibar – Letzte Etappe meiner Afrikareise (19.10-22.10.2015)

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