Kariba Lake – eine wirklich wundervolle Zeit

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Staubige Straße zum Kariba Bush ClubNach dem ich Livingstone verlassen habe und eine Nacht in Choma verbracht habe, holt mich Frank am Hotel Choma ab. Ca. 80 km ist die Reisestrecke, wofür wir gut 2,5h brauchen. Auf dem Weg zum Kariba Bush Club lerne ich die richtigen Straßen von Sambia kennen. Bisher hatte ich mich mit den Bussen immer nur auf den Hauptstraßen fortbewegt. Zunächst ging es noch auf eine asphaltierte Straße mit immer wieder auftauchenden Schlaglöchern, wo wir überlegen mussten, welches wir denn jetzt mitnehmen. Doch irgendwann mussten wir auch diese verlassen und es ging auf einer Staubpiste weiter. Hatte ich bis dahin noch überlegt die Rückfahrt mit einem Bus anzutreten, war dieser Plan spätestens dort verworfen. Mir wurde auch gesagt, dass ich mit dem Bus wohl einen Tag brauchen würde, wenn ich denn überhaupt ankomme.

Ankunft am Kariba Bush Club – Wohnen am einst größten Stausee der Welt

Ich wurde herzlich von den Betreibern begrüßt mit dem Worten „Hallo Ralph, schön dich hier zu haben. Wir präparieren nur noch das Boot und Du schaust, was Du mitnimmst und es kann losgehen zur Insel. Leider haben wir kein Wasser dort, da gestern Elefanten die Wasserleitungen auf der Insel zerstört haben.“ Das ist Afrika. 😀 Mein Guide bringt mich in einer 20-30 minütigen Bootfahrt aber sicher zur Insel, wo ich erst mal einen kleinen Snack habe. Wir vereinbaren uns dann wieder um 15 Uhr zu treffen, denn als Entschädigung für die kaputte Wasserleitung geht es zum Fischen. Okay, ich muss also erst mehrere Tausende Kilometer nach Sambia fliegen, um das erste Mal in meinem Leben zu Angeln. 🙂 Ich warne meinen Guide also auch schon mal vor, was ihn da erwartet.

Auf dem Weg zu unserem Angelspot sehen wir eine Menge Tiere, wie Antilopen, Zebras, Krokodile und vieles mehr. Es ist immer wieder faszinierend, aus was für einer Distanz mein Guide die Tiere erkennt, während ich zweimal hingucken muss, um zu erkennen, ah das gar kein Felsen oder Busch, sondern da ist wirklich ein Tier. Immer, wenn ich dachte, ein Krokodil oder vielleicht ein Flusspferd erkannt zu haben, kam die ernüchternde Antwort „Nein das ist ein Stein“ oder „Nein, das ist Holz“.

Premiere – Das erste Mal angeln in meinem Leben

Angeln am Kariba LakeZurück aber zum Angeln. Rash (keine Ahnung, ob sein Name wirklich so geschrieben wird) weißt mich kurz ein, was ich zu tun habe und schon kann es losgehen. Es ist doch echt ungewohnt und ich vergesse anfänglich immer mal wieder die Angelschnur zu entsichern, bevor ich den Köder auswerfen will. Doch nach und nach kommt zumindest ein bisschen Routine in das Spiel. Es dauert auch nicht übermäßig lange und ich habe wirklich einen Fisch am Haken. Mein erster Fisch! Naja sagen wir mein erstes Fischchen, da der erste Fang nicht besonders groß war, aber immerhin hatte was angebissen. An der Stelle sollten dann noch 2 weitere Fische folgen, die ich an Land ziehen konnte. Nach Beweisfotos haben wir die Fische dann aber auch immer wieder in die Freiheit entlassen.

Privatinsel für einen Tag

Dann ging es zurück zur Insel, wo wir bei der Abfahrt ein paar Köder verteilt haben und hier auch noch mal unser Glück zu versuchen. Einmal biss ein Fisch zumindest noch mal an, sodass es am Ende Neuling 4 „Profi“ 0 Fische hieß. Auf der Insel wieder angekommen ging auch schon langsam wieder die Sonne unter. Es war ein fantastischer Sonnenuntergang. Zum Abendessen gab es dann Kebab vom Schwein, was bei uns ein Spieß gewesen wäre. Sehr lecker. Bei einem Lagerfeuer sitzen Rash und ich noch bei Wasser bzw. ein zwei Bier zusammen. Dann geht es ab ins Zelt für die Nachtruhe.

Die Tierwelt des Kariba Lake – Elefanten haben was gegen unseren Spaziergangs

Fußspuren von Elefanten am Kariba LakeAm nächsten Tag zeigt mir Rash noch die Insel und wir sehen noch mal eine Vielzahl an Tiere, die mehr oder weniger Angst vor uns haben und uns so mehr oder weniger nah an sie ranlassen. Danach heißt es Sachen packen und zurück aufs Festland. Endlich wieder Wasser, endlich eine Dusche. Das Thermometer klettert gut und gerne tagsüber auf 35 Grad und die Sonne kann einem doch ganz ordentlich zusetzen. Nach dem Frühstück setzte ich mich auf einen kurzen Plausch noch mit den Besitzern zusammen, eh ich ein bisschen mit den Affen spiele, die ich auf dem Gelände rumtollen. Schon echt witzig, wie die Affen jede Bewegung von einem genauestens beobachten und einem folgen.

Ab um 14 Uhr geht es dann auf einen weiteren Bootcruise und es soll noch eine andere Insel besichtigt werden. Eine Insel mit schönem Strand, wären da nicht die Krokodile, die es einem nicht ermöglichen ins Wasser zu gehen, um zu baden. Auf der Insel angekommen fallen uns auch direkt die Fußspuren von Elefanten auf und Rash sagt direkt, dass diese hier auf der Insel sind, da die Fußabdrücke einfach noch zu frisch sind. Also gehen wir zumindest ein bisschen auf der Insel herum, ob wir nicht ein paar der Dickhäuter entdecken können. Leider keine Chance. Ein Rundgang unter den Umständen war aber leider auch nicht möglich, da wir nicht sicher sein können, wo sich die Elefanten genau aufhalten.

Sicher war nur, dass sie sich irgendwo durch die Büsche gerade schlagen, da man das krachen und knarren von Ästen und Büschen hörte. Sollten uns die Elefanten entdecken, bevor wir sie sehen, könnte das tödlich enden. Daher entschließen wir uns abzubrechen und wieder zur Lodge zurückzukehren. Hier genieße ich noch mal einen wunderschönen Sonnenuntergang. Von überallher hört man jetzt auch das Brüllen von Flusspferden. Zu Gesicht bekomme ich leider keins. Das wird sich auf der Kanusafari aber mit Sicherheit ändern. Nach dem Abendessen bekommen wir noch Besuch im Camp von ein paar Zebras, die hier grasen.

Nach nur 2 Tagen heißt es wieder Abschiedsnehmen vom Kariba Lake

Überpünktlich steht am nächsten morgen Frank mit seinem Taxi wieder an der Lodge um mich abzuholen und außerdem noch zwei Volunteers, die eine Schule in der Nähe unterstützen. Es war eine wundervolle Zeit hier und ich kann nur sagen, solltet ihr mal nach Sambia kommen, besucht den Kariba Bush Club. Es ist zwar etwas Kostenintensiver, ist meines Erachtens sein Geld im vollen Umfang wert gewesen. Nach einem kurzen Umweg, um die anderen Beiden in der Nähe eines Marktes abzusetzen, geht es weiter Richtung Choma. Doch weit kommen wir nicht, denn wir haben eine Reifenpanne. Also komme ich auch noch ins Vergnügen mit Frank einen Reifen zu wechseln.

In der Nähe von Choma angekommen geht dann die Geduldsprobe los. Ich habe kein Ticket für einen Bus organisieren können und so bin ich immer wieder auf die Infos der Leute hier angewiesen. Hier gab es immer dasselbe zu hören „In ein paar Minuten komme ein Bus“ „Nur noch 20 Minuten“. Es waren die längsten paar Minuten bzw. 20 Minuten meines Lebens, da es letztendlich 2-2,5h Stunden dauerte, bis ein Bus kam. Frank hat netterweise die ganze Zeit mit mir dort gewartet. Abends komme ich erschöpft in Lusaka dann wieder an, wo ich auf alte Bekannte und neue interessante Leute treffe. Lusaka dient aber nur als Zwischenstopp für mein nächstes Ziel.

Dazu aber mehr in meinem nächsten Bericht.

2 comments on “Kariba Lake – eine wirklich wundervolle Zeit

  1. Ralph, das ist ja so ausführlich. Du könntest Schriftsteller werden;). Viel Spaß und welcome to the jungle… take care!!!!!

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