Die härteste Urlaubswoche meines Lebens

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Nach einem relaxten Wochenende steht wieder Arbeit auf dem Programm. Diesmal geht es ab in den Hühnerstall. Die Hühner sollen, zumindest teilweise ein neues Zuhause bekommen. Dies soll natürlich schön gemacht werden. So ist die erste Aufgabe mit dem Traktor, der Fahrer hatte keinen Führerschein und wir haben es trotzdem überlebt, auf zur Schreinerei und Sägespäne zu holen, um den Boden auszulegen. In einen Anhänger passt echt viel davon, kann ich Euch sagen. Vor der Teepause sind wir aber mit dem Job fertig und haben das Zeug zum neuen Gehege gebracht. Jetzt heißt es nur noch den Besen schwingen und dieses zu säubern. Braeghgn hilft mir dabei und so sind wir damit kurz nach der Mittagspause damit auch durch. Doch die nächste Aufgabe wartet schon. Der alte Stall soll auch in neuem Glanz erscheinen und so müssen wir den alten Untergrund beseitigen. Am Abend bin ich ganz schön geschafft. Gut, das am nächsten Tag ein Besuch in der Schule ansteht.

Es gilt wieder die Schulbank zu drücken – Hilfe bei der Koti ni Eden School

Koti ni Eden SchoolIch besuche von die 5. bis 8. Klasse. In der 5. Klasse wird gerade Mathe unterrichtet und ich bekomme auch noch ein kleines Rollenspiel mit. Natürlich werde ich von den Schülern auch immer ein bisschen ausgefragt, woher ich den komme, was ich mache usw. Nach einer Stunde ist es Zeit die Klasse zu wechseln. Hier strahlen mich viele bunte Gesichter an. Die Lehrerin möchte, dass die Kinder einfach mal Kinder sind, bevor es mit einer weiteren Stunde Mathe weitergeht. Ja, ich scheine irgendwie die Mathestunden erwischt zu haben, den auch in Klasse 7 dreht sich alles um das Thema Mathe und den Durchschnitt von Gewichten. So muss jeder der Klasse nach vorne kommen und wird gewogen. Es ist echt schon krass, wie groß der Unterschied ist und die leichteste Person nur ganze 30 kg auf die Waage bringt und das wie gesagt in Klasse 7. Zu guter Letzt erwische ich dann doch noch mit Englisch ein anderes Unterrichtsfach. In der 8. Klasse sind auch einige Kinder, die ich bei der Übernachtung im Dorf angetroffen habe und mit ihnen getanzt und gesungen habe.

Elternbesuch bei Schülerinnen

Nach der Mittagspause gehe ich noch mit Albert und Carmen einer Mutter von zwei Schülerinnen einen Besuch abstatten. Während ich auf die Beiden warte löchern mich noch 3 Schüler mit ein paar Fragen und sie können gar nicht fassen, dass ich nur einen Bruder habe und in Deutschland die meisten Familien nur so klein sind. Dann sind auch schon die beiden Lehrkräfte da. Es geht zu einer einsam gelegenen Hütte. Man kann sich das gar nicht vorstellen, dass hier Leute leben. Die Familie ist aus dem Dorf ausgezogen, da.s dort zu laut und teilweise zwischen den Bewohnern zu Reibereien gekommen ist. Die Behausung besteht aus einem dürftigen Strohdach und die Wände aus Tüchern und Planen. Ich bin schon echt geschockt, sowas hatte ich wirklich noch nicht gesehen. Ich bin schon echt geschockt, so was hatte ich wirklich noch nicht gesehen. Albert versicherte mir, dass bis zur Regenzeit die Behausung noch aufgebessert wird. Was auch dringend notwendig ist, sonst ist zu befürchten, dass die Wohnung unter Wasser steht. Das Gespräch ansonsten mit der Mutter verläuft recht gut, da ihre Kinder auch keine Probleme in der Schule haben.

Sauber machen für das Mountainbike Event am Wochenende

Schild CampsiteMittwoch und Donnerstag helfe ich dann bei den Vorbereitungen zu dem großen Fahrradrennen, dass am Wochenende ansteht und ich leider verpasse. Hier will Etienne mich echt noch mal schaffen. Es werden wirklich die zwei anstrengendsten Tage, die ich seit Langem erlebt habe. Wir müssen erst mal einen ganzen Anhänger voll mit Baumrinde machen, bevor der zur Campsite gebracht und abgeladen wir, um mit der Schubkarre weitertransportiert zu werden. Außerdem müssen wir einen ganzen Bereich von Blättern befreien. Wir schaffen es zwei von drei Bereichen fertigzustellen. Wenigstens ist Etienne mit der Arbeit sehr zufrieden. Abends mache ich dann schon mal die ersten Erinnerungsfotos, bevor ich dann irgendwann geschafft ins Bett falle.

Hatte ich am Mittwoch noch Unterstützung, muss ich am Donnerstag quasi alleine arbeiten. Irgendwie komisch, da man die letzten Tage immer wen um sich rum hatte. Den letzten Bereich lege ich noch mit Baumrinde aus und verpasse sogar meine Teepause, die ich dringend gebraucht hätte. Es wird immer wärmer und noch habe ich einiges zu tun. Den Rasen bei 34 Grad von Blättern zu befreien wird auf jeden Fall nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Die Sonne ist wirklich erbarmungslos und macht mich einfach nur fertig. Abends sitze ich dann noch mit ein paar Leuten an meinen letzten Abend zusammen.

Auf Wiedersehen FCE

Letztes gemeinsames MittagessenDann heißt es Abschied nehmen. Es liegen anstrengende aber auch ereignisreiche 10 Tage hinter mir, die rückblickend wirklich eine tolle Erfahrung waren. Ich habe ein Stück Afrika von einer anderen Seite kennengelernt und dabei viele tolle Menschen kennengelernt. Jetzt heißt es aber auf zum nächsten Abenteuer. Der Sambesi und seine Tiere (Krokodile, Elefanten und Flusspferde) rufen. Ein weiteres tolles Erlebnis, da bin ich mir ganz sicher.

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