Das wahre Leben Afrikas entdecken – ein Hilfsprojekt unterstützen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Speisesaal und Treffpunkt des FCEAm Dienstag geht es zum FCE, einem Hilfsprojekt, in der Nähe von Ibenga. Ein weiterer 7 Stunden Trip mit dem Bus. Da ich im 12 Uhr Bus keinen Platz mehr bekommen habe, muss ich den 14 Uhr Bus nehmen. So komme ich in totaler Finsternis in Ibenga an, wo Etienne auf mich wartet, um mich einzusammeln. Ich dachte ja schon die Straße zum Kariba Lake sei schlecht gewesen, doch die Straße zu Koti ni Eden setzt noch mal einen drauf. So bin ich froh das wir in einem geländetauglichen Wagen sitzen. Es gibt sogar noch eine kleine Mahlzeit für mich. Im Essbereich lerne ich auch zwei meiner 3 Mitbewohner kennen, Matheis (aus den Niederlanden) und Isaac (aus Australien). Elizeer aus Namiba ist zu der Zeit schon am pennen. Nach einer kurzen Unterhaltung mit den beiden, geht es noch mal unter die warme Dusche, da man dieses Privileg nicht über den ganzen Tag hat. Hier haben wir zum einen auch mit den Stromaussetzern zu kämpfen. Hinzukommt aber, dass das Wasser über einen Boiler durch Feuererhitzung erwärmt wird und das ist halt irgendwann dann auch mal aufgebraucht.

Einführung ins Hilfsprojekt und der Kampf gegen das Feuer

Am nächsten Morgen gibt es dann um 7 Uhr Frühstück. Pflicht für jeden, da wir in einer Community leben. Etienne gibt Isaac, Matheis und mir dann eine kurze Einführung in das Projekt und Santi führt uns dann rum. Beeindruckend was die Leute hier auf die Beine gestellt haben, um die Leute hier zu unterstützen und weiterzubilden. Außerdem erzählen die Leute hier einige wirklich beeindruckende Geschichten, warum sie hier her gekommen sind. Das war dann eigentlich auch die einzigen Programmpunkte für mich und es sollte ein relaxter Resttag werden, doch es kam ganz anders.

Nachdem ich dann mal auch meine Wäsche gewaschen hatte und die Wäscheeinheit bezahlen wollte, Treffe ich auf den Mann von Giselle, der meinte er müsse sich schnell andere Klamotten anziehen, da in der Nähe der Schule ein Feuer sein. Ich zögere nicht lange und mache mich auch auf dem Weg dorthin. Die Feuerbekämpfung ist schon im vollen Gange. Wir schlagen mit Ästen voll mit Blättern die kleinen Flammen aus und legen neue Feuer, um das Feuer in eine andere Richtung zu lenken, weg vom Camp. Letztendlich gelingt uns das auch Gott sei Dank. Ich kann also seitdem von mir behaupten, dass ich bei der Bekämpfung von einem Buschfeuer geholfen habe. Der Rest des Abends ist dann Gott sei Dank weniger anstrengend.

Die Arbeit kann beginnen – die Schreinerei ruft

Schreinerei vom FCEDonnerstag steht dann der erste Arbeitstag an. Ich bin für zwei Tage in der Schreinerei zugewiesen. Gerrit ist hier der Boss. Er ist vor einigen Jahren mit seiner Familie hier her gekommen, um das Projekt zu unterstützen. Er hat quasi mit der Schreinerei aus der Leidenschaft seinen Beruf gemacht. Meine erste Aufgabe ist das umstapeln von Planken, damit diese getrocknet werden können. Die Maschinen stehen zu der Zeit wegen fehlendem Strom still. Nach dem Mittagessen geht es dann erst mal nicht wieder zurück zur Schreinerei, da ich Ken (er kommt aus dem Kongo) dabei helfen soll, für die Kinder in der Schule eine Schultafel anzubringen. Das dauert dann, teilweise auch an Mangel von richtigem Werkzeug, etwas länger. Trotz Feierabend gehe ich dann noch mal zur Schreinerei und unterstütze die Jungs noch für 45 Minuten. Dann bin ich aber auch echt fertig. Sie Angst vor einem Muskelkater ist groß, der aber ausbleibt.

Bretter, Bretter und nochmals Bretter

Freitag sind die Muskeln aber wieder gefragt. Es startet aber erst mal mit einer einfachen Tätigkeit. Ich muss ein paar Bretter abschmirgeln mit einer Maschine. Nach dem das geschafft ist, geht es wieder ans schleppen von Brettern, die wir später dann noch zurecht schneiden, damit sie alle eine Größe haben. Klingt einfach, ist es aber nicht. Teilweise stecken die Bretter beim rauskommen so fest, dass wir schon zwei Leute brauchen, um die Dinger rauszubekommen. Um 13 Uhr bin ich echt froh, dass Mittagspause ist. Der Nachmittag wird dann Gott sei Dank etwas ruhiger. Wir verlegen ein paar Stromkabel bis 16 Uhr. Dann ist die erste Woche Arbeitswoche auch schon hinter mir. Zugegeben es war ein kurze Arbeitswoche aber im Vergleich zur Arbeit am Computer doch wesentlich anstrengender. Doch ich habe es gerne gemacht und hatte ein super Team um mich herum. Jetzt heißt es sich für den Besuch im Dorf fertig machen.

Was ich hier alles erlebt habe gibt es aber erst im nächsten Bericht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *