Hilfe neben dem Schildkrötenprojekt und Nungwi-Erkundung (4.11-11.11.2015)

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Neben dem Schildkrötenprojekt gibt es noch eine weitere Einrichtung, die ihre Hilfe braucht. So gehe ich mit Jana, Jessy und Georgia zu einer im Ort liegenden Schule, um dort mal reinzuschnuppern. Wir kommen am richtigen Tag, denn es ist Spiel und Singtag, also nicht die Kinder groß motivieren müssen, sondern sich einfach mit ihnen austoben. Das ein oder andere Kind gewöhnt sich schneller an uns und kommt direkt auf und zu, während es bei Anderen etwas länger dauert. Mit den Kindern zusammen singen wir „Twinkle, Twinkle Little Star“ und es wird Blinde Kuh gespielt. Außerdem Feuer, Wasser, Wind und Erde. Zwischendurch wirbeln wir die Kinder immer mal wieder durch die Luft, nehmen sie auf die Schulter oder Huckepack. Die Kleinen sind auf jeden Fall begeistert und bringen mich ganz schön aus der Puste. Teilweise hat man 5-6 Kinder um sich herum, die alle an einem ziehen, zehren und alle als Nächstes dran sein wollen. Aber nicht nur den Kindern macht es Spaß, sondern auch mir und so verfliegt die Zeit wie im Fluge bis 12 Uhr. Dann geht es wieder zurück zu den Schildkröten. Wir wollen aber gerne, wie es passt immer mal in die Schule gehen und die anderen Volontäre unterstützen.

Zeitlich ergibt es sich für mich leider nur noch einmal. Mit den Kindergartenkindern geht es zum Ozean. Es steht Schwimmunterricht auf dem Programm. Nachdem die einheimischen Aufpasser nicht ins Wasser wollen, können wir sie aber zumindest davon überzeugen, dass wir mit den Kleinen was unternehmen. Schnell wird uns klar, dass von den Jungs und Mädels noch keiner so richtig daran interessiert ist, schwimmen zu lernen und so artet es eher in einer Stunde aus, wo die Kinder im Wasser planschen. Die Kleinen stürzen sich im flachen Wasser in die Fluten und wir spielen mit dem ein oder anderen Kind etwas mit dem Ball. Sie haben auf jeden Fall ihren Spaß und das mit dem Interesse an dem Schwimmen kommt hoffentlich dann auch mal irgendwann. Ich hätte auf jeden Fall gern noch etwas mehr auch die Schule unterstützt aber es geht halt nicht alles und es sind auch genug Betreuer vor Ort gewesen, sodass man hier auch kein schlechtes Gewissen haben muss.

Sport frei!
Sport frei!

Am Wochenende erkunde ich dann mit ein paar anderen Volontären, dann noch ein bisschen den Bereich von Nungwi, den ich bisher noch nicht so richtig erkundet habe. Raus aus dem Schildkrötenprojekt und direkt nach rechts den Strand entlang. Hier ist alles etwas ruhiger als in der anderen Richtung, wo sich doch viele Restaurants und Hotels aneinanderreihen. Unser erstes Ziel ist dann aber doch auch ein Hotel, das einen Steg direkt am Ozean hat, auf dem sich auf ein Restaurant befindet. Hier heißt es schon mal die Lage auschecken, denn später möchte ich mit Vio, Lia, Flavia, Morena und Ilania dort noch essen gehen. Außerdem bekommt man einen tollen Ausblick auf den Ozean gratis dazu. Ein wenig weiter treffen wir dann auf eine große Gruppe, die ein Workout am Strand machen. Ein paar von uns schließen sich den Übungen an. Ich mache zumindest auch einen Teil mit. So ist von Hampelmann bis hinzu Dehnübungen alles dabei. Irgendwann haben wir aber genug und lassen die Anderen in Ruhe weitermachen, während wir den Rückweg antreten und auf dem Weg noch einen Sonnenuntergang mitnehmen.

Die Ziegen suchen Unterschlupf.
Die Ziegen suchen Unterschlupf.

Mittlerweile wird das Wetter dann auf Sansibar auch immer mal schlechter. Nehme ich den Kilimandscharo mal heraus, erlebe ich auf Sansibar wohl den ersten Regen, seitdem ich Deutschland verlassen habe. Es regnet teilweise so stark, dass sogar die Ziegen Unterschlupf bei uns unter dem Dach vor unserer Unterkunft suchen. Ein herrlicher Anblick, wie die Ziegen auf besseres Wetter warten. So passiert die nächsten Tage dann auch nicht viel neben der Arbeit und ich kann ich immer mal wieder einem Buch oder auch meinem Blog widmen, damit ihr auch immer was zu lesen habt (und ja ich weiß, ich hänge weit hinterher aber das Reisen geht dann doch vor ;-)).

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.
Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Am 10.11 können wir uns dann abends mal richtig was. Wir machen uns zu sechst auf, um im Stegrestaurant vom Essque Zalu zu essen. Ab und zu muss man sich auch mal was gönnen. Wir starten mit einem Cocktail und einem kleinen Gruß aus der Küche, bevor es an unseren Tisch geht. Das Hotel bietet am Abend, wenn es angeleuchtet wird, einen atemberaubenden Anblick und vielleicht buche ich ja mal eines Tages ein Zimmer für ein langes Wochenende, wobei ich eher nicht so für Luxushotels bin, da ich die Preise doch größtenteils für das was geboten wird überzogen finde. Mich zieht es dann doch eher in die etwas einfachen Unterkünfte, auch wenn man dann immer schon mal auf was verzichten muss. Für mich gibt es zum Essen jedenfalls Kingfish mit Tomatensalsa und Drillgemüse. Sehr lecker muss man sagen. Zum Nachtisch gibt es einen Schokokuchen mit Eis. Oh, wie ich das vermisst habe. Eine gelungene Abwechslung zu dem Essen beim Schildkrötenprojekt, da sich das Essen hier doch nach einer gewissen Zeit immer wieder wiederholt. Nach dem Essen genießen wir noch den schönen Ausblick und die frische Brise am Indischen Ozean, die uns um die Nase weht. Ein alles im allem gelungener Abend.

Der 11.11, in Deutschland ist Karnevalsauftakt doch soweit weg von der Heimat und bei über 30 Grad kommt bei mir nicht wirklich Karnevalskimmung auf und so steht der 11.11 weniger im Zeichen vom Karneval. Der Tag ist sowieso voll mit Arbeit gepackt, da es wieder Mittwoch ist und somit Mess- und Wiegetag. So steht statt roter Pappnase, Kölle Alaaf und „Drink doch ene met“ Schildkröten säubern, wiegen, vermessen und die kranken Schildkröten verpflegen auf dem Programm. Abends nach der Pflicht widme ich mich noch zwei Tischen, die ich mit Lackfarbe versehe und später noch mit Spielen versehen werden sollen. Ein Projekt, das ich angeleiert habe und zumindest zu 80% auch noch in meiner Zeit dort selbst umsetze.

Am nächsten Tag steht dann die Safari Blue an. Hiervon gibt es dann demnächst mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *